HAW Linings ist seit Jahrzehnten Spezialist für die Anwendung von Gummibelägen. Dies kann in unseren Werkstätten oder vor Ort beim Kunden erfolgen.
Zunächst wird das Bauteil oder Gerät auf seine Eignung für die Beschichtung geprüft; Dies geschieht in der Regel nach der europäischen Norm DIN EN 14879. Bei Bedarf werden Stahlkorrekturen durchgeführt, bis die richtigen Oberflächenanforderungen erfüllt sind. Anschließend erfolgt die Oberflächenvorbereitung unter entsprechenden klimatischen Bedingungen. Sandstrahlen oder (in bestimmten Fällen) Sandstrahlen/Schleifen und eine erste Grundierungsschicht wird aufgetragen. Bei den meisten Gummisystemen folgt nach der notwendigen Trocknungszeit eine zweite Grundierungsschicht.
Anschließend werden die Gummiplatten mit speziellen beheizten Werkzeugen für jedes einzelne Teil des Bauteils oder Geräts auf die richtige Größe zugeschnitten. Die Kanten werden diagonal bearbeitet und so vorbereitet, dass eine Überlappung zwischen den Platten entsteht. Nach dem Trocknen der Grundierungsschicht wird eine Klebstoffschicht auf Stahl und Gummi aufgetragen und vor der Verklebung des Gummis entlüftet. Das Anbringen der Gummiplatten selbst erfolgt vollständig von Hand, wobei jeder mm² mit beheizten Werkzeugen gepresst wird, um eine völlig individuelle Arbeit zu gewährleisten. Großes Augenmerk wird auch auf die Überlappungsnähte gelegt, die nach DIN EN 14879 ausgeführt werden.
Die Gummierung bedeckt immer das gesamte (innere) Teil oder Gerät und kann für bestimmte Anwendungen in verschiedenen Schichten aufgetragen werden. Beispielsweise sind die Flügel von Rührwerken regelmäßig doppelt beschichtet, wobei die zweite Schicht aus weichem Gummi als Verschleißschicht dient.
Nach dem Auftragen wird ein Funkentest der gesamten Oberfläche durchgeführt und die Aushärtung eingeleitet durch: Vulkanisation. HAW hat verschiedene vorvulkanisierte oder selbstvulkanisierende Kautschuke im Sortiment; Darüber hinaus erfolgt die Vulkanisation mit Temperatur und/oder Druck. Vor Ort wird meist mit Dampf oder Heißwasser gearbeitet, in der Werkstatt findet die Vulkanisation überwiegend in einem Druckautoklaven mit Temperaturkurve statt. Bei dieser Kurve ist eine allmähliche Abkühlung sehr wichtig.
Nach der Vulkanisation werden etwaige Dichtflächen nachbearbeitet und vor der Auslieferung an den Kunden erfolgt stets eine genaue visuelle und akustische Prüfung, Härtemessung und Funkenprüfung. Bei Hartgummibeschichtungen (Ebonit) ist auch die Temperatur beim Transport und Handling sehr wichtig: Sie darf den Grenzwert von 5°C nicht unterschreiten, um Schäden zu vermeiden.